Ein Besuch lohnt sich.
Nachhaltig. Kulturell. Informativ

Eröffung des Mahnmals „Gedächtnislücke“

Eröffnung des Mahnmals „Gedächtnislücke“ und des „Gedenkweges" für Opfer der NS-Gewaltherrschaft findet am Freitag den 18.12.2015 um 19 Uhr statt.


Das neue Mahnmahl befindet sich auf dem linken Fussgängerweg der Hauptzufahrtsstraße zur Illenau.

Der Anstoß, Opfern der NS-Gewaltherrschaft zu gedenken, kam aus der Bürgerschaft im Jahr 2011. 


Opfer hat es in Achern und in der Illenau auf vielfache Weise gegeben: politisch Verfolgte, Juden, zwangssterilisierte Patienten und Acherner Einwohner, verschleppte polnische Mädchen,  ermordete Patienten. 


Aus diesem Grund hat die Stadt Achern beschlossen, einen Arbeitskreis einzurichten, der aus Vertretern der Stadtverwaltung, Kirchen, Schulen, des Forums Illenau, des Historischen Vereins sowie einer Zeitzeugin und Opfer besteht. Es soll ein Gedenkweg mit 
Gedenkstätten für die Opfer der NS-Gewaltherrschaft entstehen.


Zentrales Mahnmal „Gedächtnislücke“

Die Mitglieder des oben genannten Arbeitskreises haben einen Wettbewerb mit Studierenden der PH Freiburg und dem Acherner Gymnasium initiiert, den die Studentinnen Hanna Buck und Rebecca Schmidt mit ihrem Modell der „Gedächtnislücke“ gewonnen haben: Ein tiefer Riss, der sich unter die Füße „schleicht“ und sich Jedem in den Weg stellt. Der Besucher macht sich Gedanken, was es mit dieser Lücke auf sich hat und wird an die dunkle Zeit des Nationalsozialismus erinnert. Gedächtnisriss... Gedächtnislücke! Ein Mahnmal, eine Metapher für das oft kurze Gedächtnis bei problematischen Geschichtsstrecken.


Umgesetzt wurde der Entwurf durch die Künstler Franz Rothmund und Manfred Emmenegger-Kanzler. Die Gedächtnislücke wird in der dunklen Jahreszeit und bei Nacht mit einem LED-Licht von Innen beleuchtet und bleibt so auch in der Dunkelheit präsent.


Dieses Mahnmal und weitere Stationen des Gedenkweges sollen am Freitag, 18. Dezember 2015, auf dem linken Fußweg zum zentralen Illenau-Gebäude eröffnet werden.