Wir verdrängen keine Geschichte.

Der Förderkreis Forum Illenau nimmt Stellung zur Ausstellung "geraubte Kinder":

Ausstellungsanfrage

Im Dezember 2014 wurde in der Öffentlichkeit bekannt,  dass der Freiburger Verein „geraubte Kinder – vergessene Opfer e.V.“  seine gleichnamige Ausstellung über das Schicksal in der Nazizeit geraubter Kinder aus Polen auch in der Illenau zeigen will,  die Stadtverwaltung Achern aber dort derzeit keine geeigneten Räumlichkeiten anbieten kann. 

Heftige Kritik

Auf der Homepage des Vereins sowie in Pressemitteilungen,  die der Verein breit gestreut hat,  übt deren Vorsitzender Christoph Schwarz heftige Kritik an dieser Entscheidung  und unterstellt Achern Geschichtsvergessenheit und Gedenkverbot. Gleichzeitig wird auf völlig unsachliche und unfaire Art und Weise das Konzept des Forums Illenau für eine Gedenk- und Begegnungsstätte kritisiert. 

Das Museum als Raum?

Herr Schwarz bringt das Museum als Raum in die Debatte, obwohl er genau weiß, dass dort täglich an der Inneneirichtung des Museums gearbeitet wird, das am 07.03.2015 eröffnet werden wird. Auch danach wird im Museumsraum nur eine ganz begrenzte Ausstellungsmöglichkeit vorhanden sein, allenfalls für ein bis zwei einzelne Objekte. 

Die Jugendkirche

Eine Möglichkeit als Ausstellungsort auf dem Gelände der Illenau könnte ein Gebäude sein,  für das die evangelische Kirchengemeinde Achern das Nutzungsrecht als Jugendkirche hat.  Diesen Vorschlag hat Herr Pfarrer Dr. Krabbe ins Spiel gebracht. Diesen Vorschlag unterstützen wir. 

Gesprächsangebot

Wir haben Herrn Schwarz und weiteren Vertretern des Vereins mit einem Schreiben vom 12.12.2014 ein Gesprächsangebot gemacht. Eine Reaktion darauf gibt es bisher nicht, lediglich neue Vorwürfe. 

Ist das „verschwiegene Geschichte“?

Herr Schwarz weiß genau, dass im Museum Illenau das Schicksal der polnischen Mädchen dargestellt werden wird.
Er weiß genau, dass der Gedenkraum für die Opfer der sog. Euthanasie bereits fertiggestellt ist.
Er weiß genau, dass es in der Illenau einen Gedenkweg geben wird mit fünf Gedenkstätten für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.
Herrn Schwarz sollte auch all das bekannt sein, was es an Publikationen über die Geschichte der Illenau während der nationalsozialistischen Zeit gibt.

Stellungnahmen

Pressebericht Förderkreis Forum Illenau, 12.12.2014, BNN (PDF)

Brief Historischer Verein Achern, 14.12.2014 (PDF)

Offener Brief an Herrn Schwarz, 14.01.2015 (PDF)

Berichte in den Tageszeitungen Acher-Bühler-Bote und Acher-Rench-Zeitung

"Unsere Kindheit wurde uns gestohlen", 09.12.2014, BNN (PDF)

"Vorwürfe entbehren jeglicher Grundlage", 12/2014, ARZ (PDF)

"Lebendige Begegnung mit Geschichte", 13.12.2014, BNN (PDF)

"Ehrverletzend und diffamierend", 12/2014, BNN (PDF)

"Blamage droht", 13.12.2014, BNN (PDF)

"Ausstellungs-Streit heute im TV", 12/2014, ARZ (PDF)

"Aufarbeitung verhindert", 07.01.2015, BNN (PDF)

"Schweres Geschütz gegen die Acherner", 07.01.2015, ARZ (PDF)

"ARZ-Geflüster", 10.01.2015, ARZ (PDF)

"Die Stadt wehrt sich", 15.01.2015, BNN (PDF)

"Angriffe sind »verleumderisch«", 15.01.2015. ARZ (PDF) 

Wir danken den Redaktionen der beiden Tageszeitungen für die Genehmigung, die Texte für unsere Homepage zu verwenden.

Leserbriefe

"Das ist eine abstruse Verschwörungstheorie", 12/014, BNN (PDF)

"Auf Worte müssen auch Taten folgen", 07.12.2014 (PDF)

"Das halte ich für voll daneben", vom 10.01.2015 (PDF)