Der Illenauer Friedhof.
Mehr als ein Begräbnisplatz.

Erster Blickfang im Museum ist die Marmorstatue der Eugenie, die auf einem Stuhl kniet. 

Sie war lange Zeit eine Attraktion des Illenauer Friedhofs, musste aber zum Schutz gegen Unfug ins Acherner Sensenmuseum gestellt werden. An ihrem jetzigen Standort verweist sie auf die wichtige Rolle des Ästhetischen in der Heil- und Pflegeanstalt: Das Schöne in Literatur, Musik und Landschaft soll  heilende Wirkungen entfalten. 

Ganz besonders gilt das für den 1858 eröffneten Friedhof, der weit mehr ist als ein Begräbnisplatz. 

Er ist Kernstück einer Parkanlage, die Direktor Roller im Nordosten der Anstalt schafft. Er orientiert sich dabei am Vorbild der englischen Landschaftsparks, die im 18. und 19. Jahrhundert die barocken Schlossgärten erweitern. Die erste Bepflanzung wird beinahe vollständig von der badischen Schlossgärtnerei in Schwetzingen  bezogen. Durch mehrere Erweiterungen kann Roller verhindern, dass die Gartenanlage neuen Grabreihen geopfert werden muss. 

Seine Bedeutung als Kulturdenkmal erhält der Friedhof dadurch, dass die zwischen 1858 und 1940 errichteten Grabmäler nahezu vollständig erhalten sind. An ihnen lässt sich die Entwicklung der Grabmalkultur bis hin zu Jugendstil und Art déco ablesen. 

Schon zu Rollers Zeiten war dieser Friedhof ein beliebtes Ziel von Spaziergängen. Auch heute noch lassen sich Besucher von der Atmosphäre dieses Orts faszinieren.

Download: Wegbeschreibung zum Illenauer Friedhof